Mit 21 Ja- und 19 Nein-Stimmen hat der Kreistag des Landkreises Prignitz die Einführung der Gelben Tonne beschlossen. Die Einführung der Gelben Tonne bringt keine zusätzlichen Kosten für Haushalte mit sich. Damit setzt der Prignitzer Kreistag ein Zeichen für eine moderne und bürgerfreundliche Abfallpolitik.
Ab dem Jahr 2027 soll der Verpackungsmüll in der Prignitz nicht mehr im Gelben Sack, sondern in der Gelben Tonne gesammelt werden. Damit wird ein längst überfälliger Schritt in Richtung eines effizienteren, hygienischeren und umweltgerechteren Entsorgungssystems getan.
Das bisherige Sack-System hat in vielen Orten immer wieder für Probleme gesorgt: zerrissene Säcke, verstreuter Müll, zusätzliche Reinigungsaufwände und vermeidbare Umweltbelastungen. Mit der Umstellung auf die Tonne wird die Sammlung stabiler, ordentlicher und insgesamt nachhaltiger.
Vorgesehen ist, dass die Leerung künftig alle 14 Tage erfolgt. Für größere Wohnanlagen ist ein wöchentlicher Abholrhythmus geplant, um überquellende Tonnen und hygienische Probleme zu vermeiden.
Im Kreistag wurde zudem deutlich, dass die Mehrheit der Abgeordneten größere Tonnen für notwendig hält, als ursprünglich von der Kreisverwaltung vorgesehen. Statt der kleineren 120-Liter-Behälter sollen die Haushalte künftig 240-Liter-Tonnen erhalten. Das wäre nicht nur praxisgerechter, sondern auch im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, die zunehmend mit wachsendem Verpackungsmüll konfrontiert sind.
Ob diese Anpassung an den ursprünglichen Plan rechtlich und vertraglich umsetzbar ist, muss nun geprüft werden. Mögliche Einwände seitens des Entsorgers stehen noch im Raum. Dennoch: Mit dem Beschluss zur Einführung der Gelben Tonne hat der Kreistag einen wichtigen Grundstein für eine zeitgemäße Abfallwirtschaft gelegt – für mehr Recycling, weniger Müll im öffentlichen Raum und eine saubere, lebenswerte Prignitz.